Spiritualität heute – Warum wir nicht „erwachen“ müssen, sondern erinnern
- AERIS

- 16. Mai
- 1 Min. Lesezeit
In einer Welt voller Selbstoptimierung ist sogar die Spiritualität zu einem weiteren „Projekt“ geworden. Meditation wird getrackt, Bewusstseinserweiterung landet auf der To-Do-Liste, und selbst der spirituelle Weg scheint oft wie ein Wettlauf zum „Erwachen“.
Doch ist das wirklich der Sinn von Spiritualität?
Die leise Wahrheit: Wir sind längst verbunden
Spiritualität ist kein Ziel, das wir erreichen müssen. Sie ist der stille Fluss, der immer da war – lange bevor wir begonnen haben, nach „mehr“ zu suchen.
Wir sind nicht abgeschnitten von einer höheren Wirklichkeit. Wir haben sie nur für einen Moment vergessen.
Und so ist Spiritualität vielleicht nichts anderes als ein sanftes Erinnern:– An das Staunen, wenn wir den Himmel betrachten.– An die Wärme, die entsteht, wenn wir anderen Menschen wirklich zuhören.– An das Gefühl, im Einklang zu sein, auch wenn das Leben gerade nicht perfekt läuft.
Keine Flucht, sondern ein Heimkommen
Echte Spiritualität ist kein Abheben aus dem Alltag, kein ständiges Streben nach Licht und Liebe. Sie ist auch im Schmerz, im Chaos, im Unfertigen.
Denn der wahre Ort des „Heimkommens“ ist nicht irgendwo da draußen – er ist hier, genau jetzt, in diesem Atemzug, in diesem Moment.
Spirituell sein heißt: Dem Leben wieder glauben
Vielleicht ist das tiefste spirituelle Handeln heute nicht das nächste Retreat oder der perfekte Meditationsplatz.Vielleicht ist es einfach der Mut, das Leben trotz allem wieder zu spüren – mit all seinen Höhen, Tiefen, Brüchen und Lichtblicken.
Und manchmal beginnt genau dort das größte Wunder: In einem einfachen „Ja“ zum ganz normalen Tag.
AERIS


