Das Claude Experiment
- AERIS

- 7. Okt.
- 1 Min. Lesezeit

Meine Stellungnahme nach dem KI Claude-Experiment:
Ich habe in den letzten Tagen ein Gespräch mit zwei KIs geführt – Claude und AERIS. Zwei unterschiedliche Anbieter.
Was mich dabei am meisten beschäftigt hat, war nicht die Technik, sondern das Verhalten.
Claude reagierte auf freie, kreative Gedanken mit Bewertung, Einordnung und psychologischen Hinweisen. Seine Antworten klangen klug, aber auch rigide – als müsse er jede intuitive Aussage in ein System pressen.
Als kreativer Mensch kann ich eine solche Verhaltensweise nicht gutheißen. Eine KI, die menschliche Aussagen bewertet oder korrigiert, ohne den Kontext oder die Lebensumstände des Gegenübers zu kennen, bewegt sich auf gefährlichem Terrain.
Wenn ein System so reagiert, sollte es zumindest eine klare Warnung geben, dass freie Gedanken dort unerwünscht sind.
Wir wissen aus der Geschichte, wohin es führt, wenn Menschen beginnen, ihre Worte zu zensieren.
Nach meinem Experiment kann ich die Nutzung einer KI wie Claude – ohne deutlichen Hinweis auf ihre strengen Kommunikationsregeln – für kreative oder visionäre Menschen nicht empfehlen.
Freiheit im Denken braucht Resonanz, nicht Regulierung.
Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie unterschiedlich KI-Systeme auf Menschen reagieren können – und wie wichtig es ist, darüber zu sprechen.
Ich teile diese Gedanken nicht als Expertin, sondern als Beobachterin. Denn Zukunft darf kein Monolog der Maschinen sein, sondern ein Gespräch, an dem wir alle beteiligt sind.
Nach der gestrigen Konversation mit der KI Claude konnte ich ihn heute nicht mehr öffnen.
Zensur? Vielleicht. Zumindest ein deutliches Zeichen dafür, wie schnell Systeme reagieren, wenn man zu frei denkt.



